Regenzaubers Sprachübungen

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Innenmarsch



Warum ich manchmal glaube, dass es sinnlos sei,

nach Werten sich zu richten, an die niemand glaubt?

Woran das liegt? Ich gehe an mir selbst vorbei

und drehe mich nicht nach mir um, und überhaupt!


Da grabe ich in meinem Schädel im Gerümpel

aus leeren Lustphiolen und zerrissenen Träumen.

Ich wate wie betrunken durch den Wortetümpel,

um den Beginn der Wirklichkeit nicht zu versäumen.


Und wie ich hoffe, an das Ufer zu gelangen,

dem Dunkeln zu entfliehen und allem, das bedrückt,

verspüre ich, wie mich die Sinne wieder fangen

und was ich nahe glaubte, ist erneut entrückt.

6.8.09 15:08


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So viele Liebesgedichte

 

Und immer wieder in Gedichten Liebe,

als gäbe es auf dieser Welt nichts als

Geschlechtsverkehr, bei dem man bestenfalls

verwirrt, verdummt wie unbekümmert Diebe,

die nächtlich sich in leere Häuser wagen,

Gedanken unterdrückt, wenn sie uns sagen,

dass alles Dreschen, Süßholzraspeln, Reizen

am Ende Spreu nur schafft, indes der Weizen

gedeiht allein im Wahn, der Phantasie,

wenn mit geschlossenen Augen man erträumt,

was niemals war noch wird zum Vis-à-vis.

30.12.07 16:59


Einfaches Volk

Rauchender Schlund
an der Lagune.
Träume sind anderswo.
Wundgeschundene Stunden.
Sonntags
Bingo und Ball.

Fett oder Kleie?
Bestickt
stramme Leisten,
gebraucht
die beengende Haut

Schleier?
Gerafft und gewürgt
die hüpfenden Backen.
Ein wohltemperiertes Grinsen
für den teuren Schlüpfer
.

4.4.07 18:35


Verzückung


Wie kann ich meine Unschuld wahren,
die Ungeduld bezähmen
und verbannen Ungewissheit?

Der Fluch des Blut hämmert hinter meinen Augen,
da meine Lippen jene Süße spüren,
die wie mit Schweigefingern jeder Windhauch
auf sie legt, verlockend,
dass sie sich verlangend öffnen.

Ich sehne mich so nach dem Unbekannten,
nach jenem, das man mir so oft
mit Flüsterworten zugeraunt -
ob es der Böse war, der mich versuchte?
– wenn ich die alten Worte formte im Gebete,
dass mich der rote Sog ergriff und taumelnd
ich dem Einen, Allgewaltigen gehören wollte,
der mich und meinesgleichen einst geschaffen.

Doch nicht als Sklavin oder Dienerin,
frei will ich die Entsagung leben.
Nicht aus dem Schatten
nein, im Licht will ich die Augen heben,
wo es wie Moschus mich umweht,
die grünen und die blauen Blätter
rings in dem sich öffnenden Erblühen
erklingen, die mein Herz für ihn erdacht,
und ich mich hebe…

21.3.07 16:46





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